TechGardenFrankfurt
Anfragen

TRANSPARENZ

Wie wir
KI einsetzen.

Wir werben mit einem AI-driven Workspace. Dann sollten wir auch sagen, wo bei uns selbst KI im Spiel ist – und wo nicht.

Wer was gemacht hat

Die Softwarearchitektur und die Technologieauswahl stammen von mir, Narges Hadji-Hosseini. Ich bin Software Engineer mit über 20 Jahren Erfahrung: Ratingmodelle, Investment Banking, Trading und ALM im Finanzsektor, dazu Rust, Web3, Smart Contracts, Cloud und AI-Features in produktiven Systemen.

Ich habe entschieden, wie das Backend aufgebaut ist, welche Dienste zum Einsatz kommen, wie Daten abgelegt werden und wo die Grenze zwischen öffentlichem und geschütztem Bereich verläuft. Diese Entscheidungen sind der Kern, und sie sind nicht delegiert worden.

Die Umsetzung ist gemeinsam mit zwei KI-Assistenten entstanden: Claude und Codex. Sie haben Code geschrieben, Texte formuliert, Tests ergänzt und Fehler gefunden – jeweils gegen meine Vorgaben und von mir überprüft.

Von mir

  • Softwarearchitektur und Datenmodell
  • Auswahl der Technologien und Dienste
  • Trennung von öffentlichem und geschütztem Bereich
  • Alle inhaltlichen und geschäftlichen Entscheidungen
  • Review von allem, was veröffentlicht wird

Mit KI-Unterstützung

  • Implementierung nach meinen Vorgaben
  • Entwürfe für Texte und Struktur
  • Automatisierte Tests
  • Prüfung auf Fehler und Schwachstellen
  • Zugänglichkeit und Kontrastprüfungen

Der technische Aufbau

Für Webserver und Backend habe ich mich bewusst für Rust entschieden, mit axum als Webframework. Nicht, weil es gerade populär ist, sondern weil der Compiler eine ganze Fehlerklasse ausschließt, bevor Code überhaupt läuft: keine Nullpointer, keine Speicherfehler, keine Datenrennen. Wer jahrelang an Systemen gearbeitet hat, in denen ein Rechenfehler teuer wird, weiß solche Garantien zu schätzen. Von dieser Entscheidung bin ich überzeugt, und sie war meine.

Das Frontend ist handgeschriebenes HTML und CSS ohne Build-Schritt – kein Baukasten, kein Framework-Overhead. Die öffentliche Seite wird zusätzlich am Edge über Cloudflare ausgeliefert, damit sie überall schnell ist; beide Implementierungen teilen sich dieselben Routen und dasselbe Datenmodell.

  • Rust mit axumWebserver und Backend, als Container gebaut – die bewusst gewählte Grundlage
  • SQLite / Cloudflare D1Interessenten, Flächen und Abstimmungen
  • Cloudflare Pages & WorkersAuslieferung am Edge, nah an den Besuchern
  • HTML & CSS ohne FrameworkKein Build, kein Bundle, schnelle Ladezeiten
  • ResendTransaktionale E-Mails
  • Claude APIEntwürfe für die Bewertung von Mitgliedsvorschlägen

Sicherheit war Teil der Architektur, nicht ein späterer Anbau: strenge Content-Security-Policy, signierte Sitzungen, serverseitige Validierung aller Eingaben und ein geschützter Bereich, der ohne gültige Sitzung nichts preisgibt.

Wo KI im Produkt steckt

Derzeit an keiner Stelle. Vorgesehen ist genau eine: Schlägt ein Mitglied im Founding Portal eine Fläche, ein Möbelstück oder ein Preismodell vor, soll Claude daraus eine erste Liste mit Pro- und Contra-Punkten entwerfen – aus der Beschreibung und, falls vorhanden, der verlinkten Seite.

Diese Funktion ist abgeschaltet, bis die Datenschutzerklärung die Übermittlung an Anthropic abdeckt. Sobald sie läuft, wird jeder Entwurf im Portal sichtbar als „KI-Entwurf“ markiert und nie automatisch veröffentlicht: Jeder Vorschlag bleibt verborgen, bis ich ihn gelesen, korrigiert und freigegeben habe.

Wo keine KI steckt

  • Die Auswahl des Standorts
  • Die Preisgestaltung
  • Die Abstimmung der Mitglieder – jede Stimme kommt von einem Menschen
  • Die Entscheidung, wer aufgenommen wird
  • Antworten auf persönliche Anfragen

Wie sich das anfühlt

Ehrlich gesagt kommt mir der produktive Einsatz von KI bis heute wie ein Traum vor. Dass es irgendwann so kommen würde, habe ich lange vermutet – nur nicht, wie schnell. Es gibt einen Hebel, den es vorher nicht gab: Ideen lassen sich in Stunden ausprobieren statt in Wochen, und das händische Tippen fällt praktisch weg.

Genau deshalb muss man Architekt bleiben. Die KI schreibt den Code, aber sie entscheidet nicht, wie ein System aufgebaut ist, was es leisten muss und wo seine Grenzen liegen. Wer diese Rolle abgibt, bekommt am Ende viel Code und wenig System. Wer sie behält, arbeitet so schnell wie nie zuvor.

Warum wir das schreiben

Weil „mit KI gebaut“ heute alles bedeuten kann – von einem durchdachten System bis zu einer zusammenkopierten Seite, die niemand geprüft hat. Wer bei TechGarden mitmacht, soll wissen, welche Entscheidungen ein Mensch getroffen hat.

Und weil es zum Konzept gehört: Ein Workspace, in dem KI zum Arbeitsalltag gehört, sollte zeigen können, wie das in der Praxis aussieht – einschließlich der Stellen, an denen sie nichts zu suchen hat.

Narges Hadji-Hosseini
Software Engineer & Gründerin

Arbeitsplatz anfragen